Das Massivholzmöbel und seine Din-Norm

Bei einer schönen Frau, oder sogar bei einem hübschen Mann interessiert sich doch niemand für seinen Anteil an weißen Blutkörperchen. Bei einem schönen Möbel aus Massivholz, einer Massivholzküche oder einem Massivholztisch interessieren sich hoffentlich immer mehr Menschen, ob das Möbel auch wirklich aus Massivholz ist und den Namen Massivholzmöbel auch ehrlich verdient.

Vollholzmöbel darf sich nur ein Massivholzmöbel nennen und Echtholz bedeutet einfach Spanplatte

Leider muss man in Europa auch einfache Dinge mit Din-Normen regeln, denn es gibt Möbelhersteller, -Händler, -Werber oder auch einfach Betrüger, die weniger erfahrene Kunden um ihr wohlverdientes Geld bringen wollen. Nur zu gerne lassen sie den Eindruck eines Massivholzmöbels entstehen, zum Beispiel mit der Bezeichnung "Echtholz", die nichts anderes aussagt, als dass auf der Spanplatte mindestens 0,7 Millimeter Furnier aus irgendeinem Baum geklebt wurde.

Aber auch die Bezeichnung Vollholzmöbel wird noch sehr häufig und illegal für furnierte Möbel und/oder Küchen aus Tischlerplatten verwendet, es bedeutet aber ausnahmslos das selbe, wie das Wort Massivholzmöbel, was in der DIN 68871 geregelt ist und was der Vorsitzende der Initiative Pro Massivholz Dr. Lucas Heumann so formuliert:

„Die DIN 68871 regelt Möbel- Bezeichnungen verbindlich. Massiv dürfen sich danach nur solche Möbel nennen, die in allen Teilen außer Rückwand und Schubladenböden aus massivem Holz gefertigt und nicht furniert sind.“

Jetzt sind wir die letzten, die juristische Ambitionen hätten, oder sich mit Normen beschäftigen, aber nicht jeder Kunde kann beim Preisvergleich  die Gründe erkennen. Massive Bauweise mit dem Holz der Region ist zum Beispiel bei Massivholzküchen aufwändiger als Tischlerplattenkorpusse, die manche als inkorrekt als Vollholzmöbel bezeichnen. Nix gegen Korpusse aus Tischlerplatten, die taugen halt nicht so viel (hier im Weblog die Gründe dafür), aber das ist ja nicht so schlimm, wenn sich der Kunde bewusst dafür entscheidet. 

Massivholzmöbel und Gesundheit

Die Möbelmacher bauen seit 1988 ausschließlich Möbel aus massivem Holz, weil sie davon überzeugt sind, dass nur das massive und geölte Holz (am besten das aus der Hersbrucker Alb) positiven Einfluss auf das Wohnklima hat. Durch die Aufnahme und Abgabe von Luftfeuchtigkeit gleicht es im Sommer und Winter das Klima aus, lädt sich nicht statisch auf und riecht auch noch gut.

In Wellnesstempeln zahlen Menschen für dieses Erlebnis ein Vermögen, was wir quasi als Perpetuum Mobile ins Schlafzimmer einbauen. Oder ins Kinderzimmer und sogar in der Küche können Fachleute nachweisen, dass offenporig behandeltes Massivholz Gerüche schneller absorbiert als seelen- und geschmacklose Spanplatten. Massivholzmöbel,NAturholzmöbel oder Vollholzmöbel sind ein Garant für gesundes Wohnen, natürlich nur, wenn der Raum auch in allen anderen Kriterien den Ansprüchen an natürliche Wohnqualität genügt.

So leicht lassen sich Massivholzmöbel sogar im harten Hoteleinsatz pflegen

Thermoholz - neues Material für Massivholzmöbel aus heimischem Holz

Endlich haben wir jemand gefunden, der aus unserer Buche aus der Nachbarschaft im Ofen Thermoholz herstellt. Das ist deutlich dunkler und kann zum Beispiel ein Ersatz für den doch recht seltenen fränkischen Nussbaum sein, vor allem, wenn wir bei Tischen große Längen brauchen. Alle Infos zu Massivholzmöbeln  aus Thermoholz auf unserer Sonderseite.

Jahrbuch der Massivholzmöbel

Seit 1997 bringen die Möbelmacher ihr Jahrbuch heraus. Ein Kaleidoskop des letzten Jahres und in der Zwischenzeit auch schon eine Stilgeschichte des modernen Massivholzmöbels. Aber es geht nicht nur um die massiven Möbel, es geht auch um das Drumrum, den Einkauf unserer Stämme, die Lagerung, Trocknung und natürlich die Verarbeitung zu edlen Möbeln aus massivem Holz.

Gleichzeitig stellen wir ganz viele interessante Betriebe aus der Nachbarschaft vor, denn die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe ist nicht nur im Massivholzbereich wichtig, sondern auch beim Handwerk allgemein, bei den Lebensmitteln und der Gastronomie.

Sie können diesen Kalender einfach bestellen oder auch als pdf-Datei anschauen. Alle Infos dazu auf der

Kalender-Sonderseite.

Massivholz hilft in allen Wohnlagen

Im Schlafzimmer will man es wohnlich und gemütlich, in der Küche langlebig und pflegeleicht, Einzelmöbel sollen vor allem was hermachen, der Esstisch die ganze Familie erfreuen, ohne, dass sich jemand Sorgen um die mit Naturharzöl veredelte Oberfläche machen muss und im Bad kann man diese aufgequollenen Spanplatten der alten Möbeln nicht mehr sehen.

Massives Holz, vor allem, wenn es aus der Frankenalb kommt, hat noch viel mehr Vorteile als nur Langlebigkeit und Wohngesundheit. Es fasst sich an wie ein Kinderpopo, es hat keine Probleme mit Rotwein (und die sind sogar in Franken verbreitet) und es ist das Symbol für regionale Wirtschaftskreisläufe.

Wir kaufen das Holz bei den Bauern oder der Forstbetriebsgemeinschaft, die es von Spezialisten nach Unterkrumbach liefern lassen, wo es Claus Gerstacker auf seiner mobilen Säge in Bretter schneidet, unsere Mitarbeiter alles stapeln, ein paar Jahre lagern und dann in unserer holzbeheizten Trockenkammer zu dem edlen Ausgangsprodukt Ihrer Massivholzküchen und Massivholzmöbel veredeln.

Unsere Schreinerinnen und Schreiner machen daraus handgefertigte Massivholzplatten, die neben den physikalischen Verleimregeln auch auf die Optik großen Wert legen. Dieses Gefühl der Ästhetik, der Bekanntheit, der Sympathie und der Zugehörigkeit nach Franken kann keine Spanplatte der Welt vermitteln. Nur Massivholz ist ein würdiger Untersatz für ein Glas vom köstlichen fränkischen Wein, auf furnierten Spanplatten kann der gar nicht schmecken!

Jawoll!




Nachtrag

Eine interessante Diskussion zum Thema Massivholz versus Tischlerplatte ist im Externen Link in neuem Fenster öffnenNachhaltigkeitsblog entstanden.