Unterkrumbacher-Werkstatt-Tage

am Sa./So.den 8./9. April 2000

von 10:00 bis 18:00 Uhr

LEHR - GANG DURCH WALD UND HUTANGER

Samstag: 14:00 und Sonntag 10:30

Sammeln zur Wanderung am Parkplatz Beim Sammeln am Parkplatz wurde scherzhaft nach Ruck- und Biwaksack gefragt. Es gingen aber doch alle mit.
Helga Münzenber hat alles im Blick Helga Münzenberg organisierte derweil den Rest, während Forstdirektor Dieter Rosenbauer und Karl Heinlein vom Bund Naturschutz alles erklärten. Dieter Rosenbauer erklärt im Wald
Die Werkstattführung beginnt am Holzstapel
An die Führung schloss sich sich eine Tour durch die Werkstatt an. Motto: Vom Baum zum Bett.
Die Längsschnittsäge mit Laser-Schnittmarkierung steht am Anfang der Fertigungsqualität. An der Längsschnittsäge zeigt Gunther Münzenberg die Unterschiede zwischen Handwerk und Fabrik
Die 4-seiten Hobelmaschine begeistert Das Herzstück unserer Massivholzfertigung ist der moderne Vierseiter. Er hobelt in einem Arbeitsgang die Rohlinge samt Verleimprofil.
Und was hinten rauskommt kann sich wirklich sehen lassen. Vor allem das Ergebnis
Breitbandschleifmaschine Die Breitbandschleifmaschine macht alles glatt wie einen Kinderpopo.
Viele Fragen nach der Qualität
Glatt allein genügt nicht, sie muss auch auf den 100stel Millimeter genau arbeiten. Gunther Münzenberg misst mit dem Spezialwerkzeug.
An der Kreissäge wird zugeschnitten An der klassichen Kreissäge werden die vorbereiteten Teile formatiert, das heißt aufs exakt Maß geschnitten.
Die Kanten werden an der Tischfräse gerundet. Die Fräse rundet die Kanten
Das Einstellen der Maschinen ist die wahre Kunst des modernen Schreiners Wobei die Genauigkeit de Einstellung über die anfallende Nacharbeit entscheidet! Hier zeigt sich, wer ein guter Schreiner ist. Denn das Nacharbeiten von Hand ist sehr aufwendig und teuer.
An der Dübelmaschine werden die Verbindungslöcher gebohrt, die nachher mit Dübeln die Verleimungen fixieren. Verbindungsbohrungen an der Dübelmaschine
Gunther demonstriert die Passgenauigkeit Auch hier gilt: Genauigkeit geht im Zweifelsfall vor Schnelligkeit, aber das Beste ist natürlich schnelle Genauigkeit!
Das fertig verleimte Betthaupt wird den Zuschauern präsentiert. Jeder weiß jetzt, wieviel Arbeit in so einem einfach aussehenden Teil steckt. Nach dem Verleimen des Betthauptes
Das feierliche Zusammenklopfen des fertigen Bettes Nach dem Einsetzen der Beschläge kann das Bett zusammengesteckt werden. Gut, wenn jetzt alles passt - bei so viel Zuschauern.
Nahtlos geht die Veranstaltung in die Vorbereitungen zum Konzert über. Chefin Susanne Pflaumer kehrt die restlichen Späne weg. Beim Collegium Musicum Hersbruck gibt es keine Hierarchien - trotzdem sind es immer die selben, die auch weniger angenehme Aufgaben übernehmen. Das ist im Orchester so wie im richtigen Leben auch. Hier kehrt die Chefin
120 Menschen warten auf den großen Auftritt 120 Zuschauer harren der Dinge die da kommen. Wir sind stolz auf diese Besucherzahl, war das Wetter doch prädestieniert zum Wandern, Spazierengehen oder Cabriofahren.
Ute Danzer ist optimistisch
Ute Danzer hält die Fäden in der Hand, herwig Danzer begrüßt als Gastgeber die Gäste und versucht die Idee der Untekrumbacher Werkstatt-Tage zu erklären: Kunst und Handwerk leben von Menschen, die Qualität erkennen können. Dazu braucht es Wissen, dass wir zusätzlich zum Genuß dem Zuhörer anbieten. herwig Danzer versucht die Idee der Werkstatt-Tage zu erklären
zwei, die mit ihren Instrumenten zu verschmelzen scheinen Ein Erlebnis für Ohr und Auge: Barbara Degenhardt und Christian Neubauer verschmolzen schier mit ihren Instrumenten. Die Harmonie der beiden erklärte Barbara (sie lernt übrigens bei uns Schreinerin) mit der gleichen Einstellung zur Musik: ernst - aber nicht verkniffen, niveauvoll - aber nicht auf Kosten der Freude an der Musik. Diese Einstellung zog sich durch das ganze Konzert.
Die schwerste Aufgabe hatte Birgit Rösch. Wie moderiert man ein klassisches Konzert ohne die echten Freaks zu langweilen und die Greenhorns nicht zu überfordern? Das existenzielle Problem der Moderatorin löste sie durch ihre persönliche Mischung aus Kompetenz und Charme. Was so attraktiv rübergebracht wird, kann nicht falsch sein. Jedenfalls wussten die Zuhörer nach dem Konzert deutlich mehr über die Wiener Klassik, die Komponisten und das Hammerklavier als vorher. Aber das ging sicher nicht auf Kosten des Kunstgenusses. Im Gegenteil: es erhöhte denselben, weil zum Genießen auch das Verständnis für die Zusammenhänge kam. Moderation mit Charme und Kompetenz: Birgit Rösch
Tobias Knaup war am Hammerklavier der Hammer Tobias Knaup begeisterte am historischen Hammerflügel. Hand-werk at it´s best!
Die beiden Mechaniken der historischen Hammerflügel aus unterschiedlichen Epochen machten auch die Verbindung zum Handwerk deutlich. Wo kann man zum eben gehörten schon die Instrumente inspiezieren? Die Konzertreihe des Collegium Musicum bei den Werkstatt-Tagen ist wirklich ein kulturelles Highlight! Die Klaviermechaniken damals und heute
Beim Schlußapplaus Ebenso langer wie verdienter Applaus!

Die fehlenden Fotos (zum Beispiel von Hannes Plattmeier) werden in den nächsten Tagen kommen, es ist jetzt drei Uhr früh und ich muss morgen noch ein paar Möbel entwerfen und - so die Kunden wollen - auch verkaufen.

Das war das Programm:

Der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb erklärt die Besonderheiten der Kulturlandschaft der Hersbrucker Alb und der heimischen Forstwirtschaft. Fachleute des Forstamts, der Forstbetriebsgemeinschaft (früher Waldbauernvereinigung) und des Bund Naturschutz eröffnen den Mitläufern das Fachwissen über Hutanger und Holzernte. Original Regional und die Informationsstelle für regionales Wirtschaften informieren über die Vorteile der regionalen Wirtschaftskreisläufe in Handwerk, Land- und Forstwirtschaft. Anschließend zeigen wir die Weiterverarbeitung der Bäume in der Werkstatt mit allen Arbeiten an den Maschinen.

Treffpunkt jeweils 10 Minuten vor dem Start bei den Möbelmachern in Unterkrumbach.

KONZERT MIT DEM COLLEGIUM MUSICUM HERSBRUCK

Sonntag 9. April 16:00 Uhr

Unsere Werkstatt als Konzertsaal

Moderiert und kommentiert von

Birgit Rösch

Antonio Salieri:

Konzert C-Dur für Flöte, Oboe und Orchester

Franz Anton Hoffmeister:

Konzert D-Dur für Hammerflügel und Orchester

Fernando Sor:

Altspanischer Tanz mit Variationen für Gittarre und Streicher

Die Solisten:

Barbara Degenhardt - Flöte Christian Neubauer - Oboe

Tobias Knaub - Hammerflügel Hannes Plattmeier - Gitarre

Leitung: Susanne Pflaumer Karten zu DM 18,- / erm. DM 10.-

Reservierung und Kartenvorverkauf bei den Möbelmachern in Unterkrumbach, oder Sie fordern das ausführliche Programm per e-mail mit dem button gleich rechts und Stichwort Werkstatt-Tage an.

"VOM BAUM ZUM BETT" JUBILÄUMSAKTION MIT PRO NATURA

von Samstag früh um 10:00 bis zum Sonntagskonzert um 16:00

Als einer der ersten Pro Natura Partner Deutschlands feiern wir das 10-jährige Firmen- und Partnerschaftsjubiläum. Beobachten Sie die Entstehungsgeschichte eines Bettes vom Aufsägen der Bäume bis zum Anpassen der Pro Natura Bettsysteme in unserer Werkstatt und in unserem Matratzenstudio. Auf alle Pro Natura Bettsysteme gibt es im April 10 Prozent Preisnachlass.

Die Initiatoren vom Collegium Musicum Hersbruck
Bisherige Aktionen bei den Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen: Kunstausstellung mit Anna M. Scholz. Konzert mit dem Collegium Musikum (Frühjahr 99). Lesung mit dem Literaturpreisträger der Stadt Nürnberg Elmar Tannert; Waldbegehung mit Forstdirektor Dieter Rosenbauer; Konzert am Marimbaphon mit Pauls Andersons (Bild unten vom November 1999).
Im Bild oben einige Organisatoren von links nach rechts: Birgit Rösch (ihre Moderation wäre sogar ohne Musik ein Grund zu Kommen), herwig Danzer (Möbelmacher), Anselm Stieber (übrigens der Erfinder der Handuhr und erste Geige), Susanne Pflaumer (Leiterin des Collegium Musicum)
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Hier finden Sie die Presseberichte.


 

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